Verdoppelung der Ablaufleistung Ihrer Lebensversicherung?

Ich wurde in letzter Zeit häufiger gefragt, ob an diesem „Werbeslogan“ etwas dran ist. Es geht darum, wie man mit einer Immobilie die Ablaufleistung seiner Lebensversicherung verdoppeln kann, ohne wesentlich mehr im Monat zu zahlen. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an:

  • fondsgebundene Lebensversicherung (abgeschlossen vor 2005 – also steuerfrei) monatlicher Beitrag EUR 100,00
  • Laufzeit 30 Jahre
  • prognostizierte Ablaufleistung von EUR 80.249,00 bei 6% Wertentwicklung

Die Idee ist jetzt ein Zinshaus für ca. EUR 80.000,00 zu kaufen. In z.B. Berlin könnte man hierfür eine 2 Zimmer Wohnung mit 51 qm erwerben. Die Berechnung bei einem zu versteuernden Einkommen von EUR 50.000,00 sieht folgend aus:

  • Kaufpreis: EUR 80.270,00
  • Nebenkosten: EUR 5.202,00
  • Zinssatz: 5,30% (10 J. fest)
  • Tilgungssatz: 0% (!)
  • Anlagehorizont 30 Jahre
  • Spitzensteuersatz 43,25%

Einnahmen p.a. Ausgaben p.a.

Miete EUR 3.396,60 Zinsen EUR 4.243,71
Steuern EUR 907,30

Differenz EUR – 60,19

Wir sehen, dass sich der montaliche Aufwand aus dem Kapitaldienst auf EUR 5,02 beläuft. In der Berechnung fehlt allerdings die Tilgung. Hierfür setzen wir die Lebensversicherung ein, die ohnehin schon mit EUR 100,00 p.m. bedient wird. Der eigentliche Mehraufwand sind also tatsächlich nur EUR 5,02!

Der Faktor „ohne Mehraufwand“ ist damit also richtig. Wie steht es aber mit der Verdoppelung der Ablaufleistung?

Wenn das Zinshaus bei Kauf einen Wert von EUR 80.070,00 besitzt und man eine Wertentwicklung von 2,5% p.a. zu Grunde legt, dann hat die Immobilie nach 30 Jahren einen Wert von EUR 167.952,24! Die Annahme ist in einer guten Lage realistisch. Der Anleger hat also tatsächlich einen Mehrwert mit der Investition in ein Zinshaus. Die Ablaufleistung der Lebensversicherung ist zwar nicht direkt verdoppelt, jedoch sinngemäß ist die Aussage korrekt.

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