Versicherung, ja oder nein?

Liebe Leser,

Auslöser dieses Beitrages ist ein platter Winterreifen, der als Foto via Facebook in kurzer Zeit 15 Kommentare erhielt. Meine Postings erhalten im Durchschnitt übrigens maximal 5 Kommentare, daher scheint so etwas von Interesse zu sein. Warum schreibe ich dazu jetzt einen Artikel? Ein Kommentar enthält sinngemäß den Hinweis, dass man solche Unglücke ja auch versichern kann. Dieser Artikel ist die Antwort dazu:

In den letzten 16 Jahren bei durchschnittlich sicherlich 20.000km Laufleistung pro Jahr hatte ich genau einen Reifenschaden. Die Reifen waren immer mindestens in ausreichendem Zustand, so dass Materialermüdung auschließbar ist. Mit dem jetzigen Fahrzeug ist eine niedriger Laufleistung pro Jahr angenommen, nämlich <10.000 km / Jahr.

Die Reifenversicherung vom Anbieter zahlt 4 Jahre lang Materialschäden, Ersatz etc. Bei o.a. Laufleistung reicht jeweils 1 Satz Sommer- und Winterreifen, so dass Verschleiß nicht versichert werden muss.

Die Versicherungsprämie hat den Jahrespreis „P“ und einen Nutzen „U“.  Jetzt stellen wir uns einmal die Frage, wann ist die Versicherung sinnvoll? Antwort: Wenn gilt

P > U

Bestimmen wir nun den Nutzen näher stellen wir fest, dass U von einigen Annahmen abhängig ist, nämlich:

– Laufleistung pro Jahr (=10.000 km)
– Kosten eines neuen Reifens (= 80,00 Euro)
– Erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens (= 1 Schaden pro 300.000 km Fahrleistung)

Daraus folgt, dass ich 30 Jahre lang diese Versicherungsprämie einsparen kann und muss ggf. einmal einen neuen Reifen kaufen. In Zahlen: Wenn gilt,

30 P < 80
<=> P < 2,67

dann schließe ich sehr gern diese Reifenversicherung ab. P noch mal zur Erinnerung ist der Jahrespreis

Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr wie viel das gekostet hätte, jedoch sicherlich ein Vielfaches, so dass hier deutlich werden sollte, wie Versicherungen denn Ihr Geld verdienen;-).

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