Zinshäuser, Sanierungsimmobilien und Denkmalimmobilien


Informationen zu Kapitalanlagen, Immobilien-, Schiff- und Lebensversicherungs-Fonds

Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen einer Investmentgesellschaft. Anleger beteiligen sich durch Einmalanlagen oder Sparpläne an diesen Fonds. Investmentfonds sind in der Regel offene Fonds. Das bedeutet, dass Gelder jederzeit hinzu- oder abfließen können. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu den geschlossenen Fonds. In einem geschlossenen Immobilienfonds kann der Anleger in der Regel vor Ablauf der Laufzeit nicht über sein Geld verfügen. Einen offenen Investmentfonds kann der Anleger tagtäglich handeln (Fungibilität).

Ein Fondsmanager verwaltet die Kundengelder indem er z.B. Aktien oder Rentenpapiere kauft. An diesen Werten ist der Anleger durch seine Einlage beteiligt und partizipiert an der Wertentwicklung. In der Regel zahlt der Anleger beim Kauf eine einmalige Gebühr (Ausgabeaufschlag) und eine jährlich Verwaltungsgebühr. Diese Gebühren variieren je nach Fonds und Fondsklasse. Üblich sind z.B. bei Aktienfonds Ausgabeaufschläge von 5 – 6 % und eine jährliche Verwaltungsvergütung von 1 – 1,5%. Letztere wird dem dem Fondsvermögen entnommen.

Die Wahl eines Investmentfonds hängt von der persönlichen Situation, der Erwartung und Risikobereitschaft des Anlegers ab. Erwartet ein Anleger z.B. über die nächsten ein hohes Wachstum in beispielsweise Osteuropa, so kann er sich aus dem riesigen Angebot der Investmentfonds einen Fonds mit diesem Schwerpunkt heraussuchen. Hierbei sind verschiedenste Merkmale zu beachten: Welche Fondsgesellschaft und welcher Manager?

  • Erfahrung in diesem Segment?
  • Volumen des Fonds?
  • historische Wertentwicklung?
  • Vergleiche zur Benchmark / zu konkurrierenden Fonds
  • Kosten?

Das Investment in einen Fonds (zumindest Aktienfonds) sollte immer langfristig und deshalb wohl durchdacht sein.

Wenn sie investiert sind brauche sie tum Teil gute Nerven. Auf und Ab an der Börse gehört zu diesem Investment nun einmal dazu und das sollten sie bedenken. Machen sie sich vorher ihre Strategie bewusst und zocken sie nicht! Ich selbst treffe meine Anlageentscheidungen weitgehend emotionslos und lege vorher fest, ab welchem Punkt ich nachkaufe bzw. Gewinne mitnehme.
Überprüfen sie regelmäßig ihre Strategie! Je risikoreicher sie investiert sind, desto mehr müssen sie ihr Investment im Auge behalten.

Investmentgesellschaften verwalten Gelder. Ein Investor beteiligt sich durch Sparpläne oder Einmalanlagen am Sondervermögen einer Investmentgesellschaft. Dieses Sondervermögen bezeichnet man als Fonds. Je nach Präferenz des Anlegers wählt er zwischen verschiedenen Fondsklassen:

  • Aktienfonds
  • Rentenfonds
  • Geldmarktfonds
  • Dachfonds

(Darüber hinaus gibt es noch spezieller Fonds, die diese Klassen miteinander mischen)

Eine gute Fondsgesellschaft zeichnet nicht unbedingt aus, dass ihre Fonds immer positiv laufen. Wichtig ist, dass sie ihre Benchmarkt schlagen und besonders in schlechten Börsenphasen besser sind.

Investmentgesellschaften sind Spezialisten bei der Geldanlage. Fondsmanager haben viele relevante Informationen als erstes und sind durch ihr Volumen (teils verwalten sie Milliardenbeträge in einem einzigen Fonds) marktbestimmend. Seit mittlerweile vielen Jahren investieren Anlager über fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen in Fonds diverser Investmentgesellschaften.

Ich stelle immer wieder fest, dass der Horizont des deutschen Anlegers leider immer noch sehr klein ist. Anders kann ich mir nicht erklären, warum Investmentgesellschaften wie Union Investment, Hansainvest oder Deka (= destruktive Kapitalvernichtung) so viele Gelder verwalten. Wir können das vergleichen mit dem Sport: Meinen sie, dass die besten Fußballmannschaften der Bundesliga gleichzeitig die besten Vereine der Welt sind? Leider beziehen sich viel zu viele Finanztests auf die beste Gesellschaft in Deutschland. Dann fehlen zwangsläufig Gesellschaften wie Franklin Templeton, Merryl Lynch oder Fidelity, um hier nur 3 Top Gesellschaften zu nennen. Schalke ist sicherlich eine gute Mannschaft, aber den Championsleague Gewinn traue ich Manchester United, Real Madrid oder AC Mailand eher zu…

Aktienfonds sind eine Unterkategorie der Investmentfonds. In der Öffentlichkeit denkt man bei Fonds in erster Linie an Aktienfonds. Dennoch stellen sie nur einen Teil dar.

Ein Aktienfonds ist rein rechtlich ein Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft). Somit ist auch bei theoretischer Insolvenz einer Investmentgesellschaft das Geld vor Gläubigerzugriffen geschützt.
Ein Investor erwirbt durch Sparpläne oder Einmalanlagen Anteile an diesem Fonds. Mit dem Geld kauft der Fondsmanager verschiedene Aktien. Je nach Struktur und Risikoklasse des Fonds kann es sich um Standartwerte (Blue Chips) handeln oder auch risikoreiche Investments in Nebenwerte oder sogar Pennystocks (Aktien mit einem Anteilspreis < EUR 1,00).

Auf lange Sicht (10 Jahre und mehr) haben Aktieninvestments geschichtlich einen hohen Ertrag gebracht (Wertentwicklung zwischen 8 und 10%). Schaut man sich die Kurve des Dow Jones (Amerikanischer Leitindex analog dem Dax) an, so wird dies deutlich. Langfristig werden temporäre Kurseinbrüche wie z.B. der 11.09.01 geglättet.

Ein Aktienfondsinvestment empfiehlt sich für Anlager mit langem Anlagehorizont. Gegenüber dem Einzelinvestment in eine bestimmte Aktie hat man den großen Vorteil eines Managements und einer breiteren Risikostreuung (Diversifkation). Dennoch sollte ein Anleger nie sein ganzes Vermögen in Aktien investieren, da es sich hier um eine stark konjunkturabhängige Anlage handelt.

Zusammengefasst gehören Aktienfonds jedoch in jedes Portfolio. Ich empfehle folgende Gewichtung:

100 – Alter des Investors = % Aktienfondsquote x
Von dieser Quote x ebenfalls 100 – Alter = % Aktienquote y

x = Standartwerte (z.B. DAX 30, Eurostoxx 50 Werte, etc.)
y = Nebenwerte (z.B. Rohstoffe, Asien, etc.)

Nebenbei bemerkt: Ein richtiges Portfolio beginnt bei EUR 50.000,00. Vorher macht eine Streuung in Nebenwerte wenig Sinn und ist aus meiner Sicht zu riskant.

Ein Beispiel: Ein Investor ist 40 Jahre alt und hat ein Investmentvolumen von EUR 1.000.000,00:

EUR 400.000,00 = sichere Fonds (Garantiefonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds)
EUR 600.000,00 = Aktienfonds

von den EUR 600.00 ,00 Aktienfondsvolumen:
EUR 240.000,00 in Standartwerte
EUR 360.000,00 in Renditewerte

Rentenfonds gehören zur Familie der Investmentfonds. Sie sind genau wie Aktienfonds offene Anlageprodukte, bei denen ein Anleger Anteile tagtäglich kaufen oder verkaufen kann. Eine Investition erfolgt über Einmalanlagen oder Sparpläne.

Mit dem angelegten Geldern kauft ein Fondsmanager im wesentlichen Zinspapiere. Dies können zum Beispiel Anleihen sein. Dadurch, dass diese Wertpapiere tendenziell geringerer Schwankungen als Aktien unterworfen sind und eine Rückzahlungsgarantie besitzen, zeichnen sich Rentenfonds durch niedrige Volatilität (Schwankungsbreite) aber auch geringere Rendite als Aktienfonds als.

Rentenfonds sind gute Anlagemöglichkeiten für sicherheits- oder kurzfristigorientierte Anleger. Im Schnitt kann man je nach Fonds eine Wertentwicklung zwischen 3 und 6 % erwarten. Somit zeigt sich, dass der Anleger auf Jahressicht den Ausgabeaufschlag bei seiner Investitionsentscheidung berücksichtigen sollte. 

Lage:
Zentral und am wichtigsten ist die Frage des Standortes oder der Lage.
Viele Denken, das Wichtigste an einer Immobilie sei die Bauqualität. Dies ist absoluter Unsinn. Ich persönliche kenne wunderschöne Landhäuser, die am Markt kaum einen Preis erzielen, da sie abseits jeglicher Zivilisation gelegen sind und Bruchbuden, die man für Millionen verkaufen könnte. Entscheidend ist hier die Lage. Ich wette, dass Sie für einen morschen Fahrradschuppen an der Hamburger Außenalster mehr bezahlen, als für eine 500 qm Villa irgendwo in Dithmarschen. Sie zahlen für eine kleine Doppelhaushälfte auf Sylt mehr, als für ein Mehrfamilienhaus in Ostfriesland.
Der Unterschied sind 3 Dinge: Lage, Lage und Lage…
Ein guter Bauträger lässt den Standort einer in Frage kommenden Immobilie genauestens von unabhängigen Instituten wie z.B. InWis untersuchen, bevor er ein Projekt beginnt.

Ach ja, an dieser Stelle noch ein persönlicher Tipp:
Als Investor suchen wir nach Standorten, die in Zukunft Entwicklung versprechen, nicht nach Lagen, die in der Vergangenheit gewachsen sind. Ich gebe Ihnen ein Beispiel aus Hamburg: Fast jeder private Investor interessiert sich primär für Stadtteile wie Winterhude, Uhlenhorst, Eppendorf etc. Also die wirklichen schönen und teuren Standorte. Sicherlich wird man hier keinen großen Verlust machen, aber der Gewinn liegt im Einkauf und hier zahlen ich sehr viel… Für viel interessanter halte ich persönlich Harburg…

Mietgarantie:
Achten Sie auf eine bankbürgschaftlich abgesicherte Mietgarantie des Bauträgers oder späteren Verwalters. Ihre Investitionsrechnung geht nicht auf, wenn Mieterträge fehlen. Und die schönste Mietgarantie ist wertlos, wenn sie nicht vernünftig abgesichert ist. Denken sie hier an eines: Wie wert haltig ist die Garantie einer insolventen Firma?

Instandhaltungsrücklage:
Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage in dem Objekt? Wie viel wird ihr monatlich zugeführt? Dies gibt ihnen Übersicht, ob die nächsten Jahre außergewöhnliche Zahlungen auf sie zukommen.

Sanierungsmaßnahmen:
Besonders wichtig natürlich bei den Denkmal- / Sanierungsobjekten, aber auch bei den Zinshäusers. Schauen sie sich Referenzen des Bauträgers an, möglichst älter als 2 Jahre. Ich kenne Immobilien, bei denen man sehr gut das Datum der Sanierung durch das Zeitungspapier nachvollziehen kann, mit dem die Löcher gestopft und überputzt wurden.

Bankeinwertung:
Ich persönlich stehe zwar immer ein wenig auf Kriegsfuß mit Banken, aber auf eines können sie sich weitgehend verlassen: Eine Bank wird Ihnen selten EUR 200.000,00 geben, wenn die entsprechende Immobilie nicht mindestens genau soviel Wert ist. Von daher, achten Sie darauf, ob die begleitende Bank einer 100% Finanzierung zustimmt, was kaufmännisch betrachtet ohnehin am sinnvollsten ist.